Wer Müll in der Natur ablädt erhält in der Regel ein Bußgeld in Höhe von mehreren hundert Euro. Nicht so die Müll-Skulpturen von Artur Bordalo. Das Lage-Müssener Naturschutzgebiet „zieren“ seit Kurzem seine drei riesige Müll-Ziegen.
Was normalerweise auf den Wertstoffhof gehört, wird hier mitten in der Natur abgeladen. Der Bundesregierung ist dieser Vorgang eine Förderung in Höhe von 30.000€ wert, wie auf meine Anfrage hin bekannt wurde.
Eine Aussage, wie sie nur von der Bundesregierung kommen kann. Auf meine Frage, aus welchen Gründen, die Bundesregierung die „Müll-Skulpturen“ finanziell gefördert hat, heißt es aus dem Umweltministerium:
„Das LandArt-Projekt […] bezweckt nach Angaben des Zuwendungsempfängers den Ausbau der Erholungsinfrastruktur und die Umsetzung von Umweltbildungsmaßnahmen zur öffentlichkeits-wirksamen Vermittlung von Natur- und Umweltschutz.“
Der überteuerte Müll soll laut Bundesregierung zur Erholung beitragen und Naturschutz vermitteln. Die Anwohner sehen das laut Berichten anders und haben Recht:
Müll hat im Naturschutzgebiet nichts verloren – auch nicht staatlich gefördert.







