Mit dem Einrücken der Roten Armee in das deutsche Reichsgebiet ab 1944/45 begann ein systematischer Plünderungszug der Sowjets. Nicht nur große Teile der ost- und mitteldeutschen Industrie, sondern auch etliche Kulturschätze wurden in die UdSSR abtransportiert.
Bis heute befinden sich nach Angaben der Bundesregierung immer noch über eine Millionen Kunst- und Kulturgüter sowie rund 3,6 Millionen Bücher aus öffentlichen Einrichtungen und Privatsammlungen in russischer Hand. Archivgut von mehreren Regalkilometern Länge wird zudem in russischem Besitz vermutet. Derzeit findet jedoch aufgrund des Ukrainekriegs kein Austausch zur Rückführung deutscher Kulturgüter statt. Eine Rückgabe ist also nur durch die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit Russland möglich.
Ebenso unbefriedigend ist die Situation deutscher Kulturgüter in amerikanischem, britischem oder französischem Besitz. Zum Umfang privater Diebstähle durch die Westalliierten liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor….







