Nur eine Woche nach seiner Enthüllung beschmierten Unbekannte das neue Denkmal des bayerischen „Märchenkönigs“ Ludwig II. in München mit „FCK KINI“- und „1312“-Schriftzügen. Bereits während des Baus fiel der fertiggestellte Sockel Vandalismus zum Opfer.
Ludwig II. – 1845 auf Schloss Nymphenburg in München geboren – regierte von 1864 bis 1886 als König von Bayern. Dabei war er Politiker, Kunstmäzen und Bauherr zugleich. Seiner Regentschaft haben wir märchenhafte Schlösser wie Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee zu verdanken.
Ludwig II. fasziniert die Menschen – auch durch seinen mysteriösen Tod im Starnberger See – bis heute als Märchenkönig weit über Bayern hinaus. So verwundert es nicht, dass durch bürgerschaftliches Engagement über 220.000 Euro zusammengetragen wurden, um Ludwig II. ein neues Denkmal in München zu setzen, nachdem seine 1910 erbaute Bronzestatue im Verlauf des Zweiten Weltkriegs eingeschmolzen wurde.
Das Denkmal wurde als „romantische Ruine“ mit Original-Steinfragmenten des Denkmals von 1910 konzipiert. Insgesamt ist es Ausdruck einer Erinnerungskultur, die positiv auf die eigene Geschichte und ihre Errungenschaften blickt. Wie es scheint, zu positiv für linke Gemüter, legt der „1312“-Schriftzug doch einen linksextremen Hintergrund nahe.
Allen Bemühungen linker Kulturkämpfer zum Trotz wird sich ein positiver Bezug zum Eigenen wieder durchsetzen.







